Dienstag, 20. Mai 2008

Therapeutisches Impfen gegen Cervix-Ca


Neue Strategie gegen Gebärmutterhalskrebs.
Das Deutsche Krebsforschungszentrum und die spanische Firma Chimera Pharma SL unterzeichnen ein exklusives Lizenz- und Kooperationsabkommen zur Entwicklung eines therapeutischen Impfstoffs gegen Gebärmutterhalskrebs. Die Vakzine soll Frauen vor einer Krebserkrankung schützen, die bereits mit humanen Papillomviren infiziert sind, und darüber hinaus bereits vorhandene Krebsvorstufen heilen.

Impfen gegen Gebärmutterhalskrebs – dieser Durchbruch der präventiven Medizin kommt Frauen seit dem Jahr 2006 zugute. Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum haben maßgeblich zur Entwicklung des weltweit ersten gezielt gegen Krebs entwickelten Impfstoffs beigetragen. Das Serum verhindert die Infektion mit humanen Papillomviren (HPV) und schützt Frauen vor Gebärmutterhalskrebs, der gefährlichen Spätfolge dieser Erkrankung. Die Impfung bietet sicheren Schutz, wenn die Immunisierung vor den ersten Sexualkontakten und damit vor einer ersten Infektion mit HPV erfolgt. Wünschenswert wäre jedoch, auch bereits infizierte Frauen vor der Krebserkrankung zu schützen und gleichzeitig frühe Krebsvorstufen heilen zu können. Das ist wichtig, denn etwa 70 Prozent aller Menschen stecken sich einmal im Leben mit Papillomviren an.Im Deutschen Krebsforschungszentrum haben Dr. Angel Cid-Arregui, Prof. Harald zur Hausen und Kollegen einen vielversprechenden Kandidaten für einen solchen "therapeutischen Impfstoff" gegen die beiden Virustypen HPV16 und HPV18 entwickelt. In Untersuchungen an Mäusen schützte ein Prototyp der Vakzine die Tiere vor der Entwicklung von Krebs. Die auf Impfstoffe spezialisierte spanische Firma Chimera Pharma SL hat nun die Rechte für eine weltweite Vermarktung der Substanz erworben und gleichzeitig ein Kooperationsabkommen mit dem Krebsforschungszentrum unterzeichnet, um den Impfstoff weiter zu verbessern.

Um das Immunsystem auf Papillomvirus-infizierte Zellen aufmerksam zu machen, nutzte Angel Cid-Arregui einen Trick. Er verknüpfte E7, ein Papillomvirus-Protein, das von den infizierten Zellen dauerhaft produziert wird, mit einem Eiweiß des Hepatitisvirus, das zwei äußerst günstige Eigenschaften mitbringt: Es lagert sich spontan zu leeren, virusähnlichen Gebilden zusammen – auch wenn es mit dem Papillomvirus-Anhängsel ausgestattet ist. Der zweite Vorzug: Die leeren Hepatitisvirus-Hüllen regen das Immunsystem des Menschen hervorragend an – und lenken es damit gegen die E7-produzierenden Zellen. Zusätzlich transportieren die Virus-Hüllen weitere Proteine, die das Immunsystem stimulieren.Mit dem therapeutischen Impfstoff könnten wir Gebärmutterhalskrebs unabhängig vom Infektionsstatus der Frau vermeiden. Damit schließen wir eine wichtige Lücke, die heute noch bei der Vorbeugung dieser Erkrankung besteht", erklärt Cid-Arregui.

Gebärmutterhalskrebs ist weltweit die zweithäufigste Krebserkrankung bei Frauen, der jedes Jahr rund 230.000 Patientinnen erliegen. Die beiden Hochrisikotypen HPV16 und HPV18 sind für etwa 70 Prozent aller Fälle von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich. Allein in Deutschland werden pro Jahr etwa 100.000 Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs behandelt.
Das Deutsche Krebsforschungszentrum hat die Aufgabe, die Mechanismen der Krebsentstehung systematisch zu untersuchen und Krebsrisikofaktoren zu erfassen. Die Ergebnisse dieser Grundlagenforschung sollen zu neuen Ansätzen in Vorbeugung, Diagnose und Therapie von Krebserkrankungen führen. Das Zentrum wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF) e.V.



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Samstag, 24. November 2007

Schon Sex gehabt und trotzdem impfen?


Auch Frauen über 18 Jahren profitieren von einer HPV-Impfung.
Bisher wird nur 12- bis 17-Jährigen zum Schutz geraten / Neue Studienergebnisse.
Mädchen von 12 bis 17 Jahren sollen zum Schutz vor Zervix-Karzinomen gegen Humane Papillomaviren (HPV) geimpft werden.
Das rät die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut. Professor Tino Schwarz aus Würzburg hält es aufgrund neuer Studiendaten jedoch für sinnvoll, auch junge Frauen ab 18 Jahren gegen HPV zu impfen.

Frauen etwa, die bereits mit den HPV-Typen 16 oder 18 infiziert waren und die Infektion überstanden haben, können durch die Impfung vor einer erneuten Infektion geschützt werden. Nur durch die Impfung würden neutralisierende Titer von Antikörpern in der Zervix-Schleimhaut induziert, die Viren des Geschlechtspartners abfangen können.

Nach einer durchgemachten Infektion dagegen seien keine Antikörper-Titer im Zervix-Sekret zu messen, sagte Schwarz auf einem Impf-Forum in Heidelberg. Zudem könnten Frauen, die bereits von anderen HPV-Typen befallen sind, durch die Impfung zumindest vor einer Infektion mit den Typen 16 oder 18 geschützt werden.

Im November vergangenen Jahres kam in Deutschland der erste Impfstoff gegen HPV auf dem Markt. Die Vakzine richtet sich gegen die HPV-Typen 6, 11, 16 und 18. HPV 16 und 18 lösen zusammen etwa 70 Prozent aller Zervix-Karzinome aus, HPV 6 und 11 über 90 Prozent der Genitalwarzen.

Seit kurzem gibt es einen zweiten HPV-Impfstoff (Cervarix®), der sich ebenfalls gegen HPV 16 und 18 richtet. Es seien aber Kreuzreaktionen mit den Virustypen 45 und 31 beobachtet worden, sagte Schwarz, Chefarzt am Zentrallabor des Krankenhauses der Stiftung Juliusspital in Würzburg. "Das bedeutet, dass wir mit der Impfung insgesamt um die 80 Prozent aller Zervix-Karzinome und zervikovaginalen Läsionen verhindern könnten", so der Infektiologe.

Schon zwölfjährige Mädchen gegen HPV zu impfen, mache großen Sinn, sagte Schwarz. Denn die Transformationszone auf der Zervix sei bei den ganz jungen Mädchen besonders empfänglich für HPV. Allerdings werden die jungen Mädchen die Infektionen viel schneller wieder los als erwachsene Frauen. Bei Frauen sei die Infektionsrate zwar geringer, aber die Rate der für die Krebsentstehung relevanten persistierenden Infektionen dafür höher, hätten Studien ergeben. Schwarz plädierte daher dafür, auch Frauen über 17 Jahre gegen HPV zu impfen. Bisher ist die Impfung für Frauen über 17 Jahre allerdings keine Kassenleistung, sondern ein IgeL-Angebot. Doch seiner Erfahrung nach zeigten sich die meisten Krankenkassen kulant.
Die Impfempfehlungen der STIKO gibt es unter http://www.rki.de/



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